3-4-3 (WM System)

Das WM System ist eine Weiterentwicklung des klassischen 2-3-5 System beidem die beiden Halbstürmer mit den Rückennummern 8 und 10 zurückgezogen werden um das Mittelfeld zu stärken.
Gleichzeitig zieht sich der Mittelläufer in die Abwehr zurück und der rechte und linke Außenläufer spielen auf einer Linie.
Der Name „WM-System“ ergibt sich durch die Anordnung der Spieler die von oben wie ein W (offensive) und ein M (defensive) angeordnet sind.

Anordnung im WM System

343-wm-fussball-taktik

Ursprung des WM Systems

Die vor dem 13.Juni 1925 praktizierten Abseitsregel sah wie folgt aus: Beim Abspiel müssen sich 3 gegnerische Spieler vor dem Angreifer befinden, sonst ist abseits. Dies hatte zur Folge, dass die Abseitsfalle relativ einfach aufzustellen war und auch im Falle des Scheiterns noch ein Verteidiger zur Absicherung zwischen Stürmer und Torwart stand, was wiederrum zu sehr torarmen Spielen führte. Die FIFA sah sich zum Handeln gezwungen und änderte die Abseitsregel in weiten Teilen so wie wir sie heute kennen.
Die Änderung führte wie erwartet dazu, dass insgesamt mehr Tore geschossen wurden, da die Stürmer nun ihre zahlenmäßige Überlegenheit besser ausnutzen konnten. Der englische Trainer Herbert Chapman reagierte als erster hierauf und zog den aus dem 2-3-5 System bekannten Mittelläufer (Nr. 5) fest in die Abwehr zurück (siehe Grafik). Die Aufgabe des neuen 3. Verteidigers war es den Mittelstürmer zu bewachen.
Die beiden Verteidiger mit den Rückennummern 2 und 3 wurden zu Außenverteidigern, die die Außenstürmer zu bewachen hatten. Die Halbstürmer 8 und 10 wurden ins Mittelfeld zurückbeordert und wurden so zu den direkten Gegenspielern der Außenläufer 6 und 4.
Ein weiterer Effekt der Systemumstellung war der Wechsel von der Raum- zur Manndeckung. Im 2-3-5 System agierten die Innenverteidiger noch im Raum ohne festen Gegenspieler. Im WM System hatte nun jeder Spieler einen festen Gegenspieler.